Ischgl – Speicherteich Viderböden – Baublog 1

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Die Silvrettaseilbahn AG betreibt seit dem Jahre 1985 die Schneeanlage ldalp, die im Laufe der Jahre zu einer fast das gesamte Skigebiet umfassenden Großanlage ausgebaut wurde.
Dreh- und Angelpunkt der Schneeanlage war der Speichersee ldalp mit einem Volumen von 32.000 m³ Wasser. Der bestehende Speicherteichstandort samt dem Ober- und vor allem dem Unterhang sind permanent in Bewegung und wurde von der Behörde mit Ende der Wintersaison 2016/17 ein Betrieb nicht mehr genehmigt, weshalb man sich um einen neuen Standort umsehen musste. Dieser sollte möglichst nahe am bisherigen Standort liegen, um die Leitungen ohne weite Wege anzubinden und um von dort das Wasser in das weit verzweigte Netz der bestehenden Anlage ohne unnötige Grabungsarbeiten einleiten zu können.

In vielen Begehungen und in Absprache mit den Grundeigentümern wurde bei den Viderböden ein geeigneter Standort gefunden, der auch geologisch unbedenklich ist, nachdem der Untergrund mittels Schürfen und Rotationskernbohrungen erkundet wurde. Ab dem Winter 2017/18 soll der neue Speicherteich Viderböden mit einem Nutzinhalt von rund 52.000 m³ als Zentrale der Beschneiungsanlage des Ischgler Skigebietes fungieren. Mit den Baumaßnahmen soll unmittelbar nach Saisonschluss begonnen werden, damit der Speicher bis zum Beginn der Schneisaison fertiggestellt werden kann.

Dass der Speicherteich eine Herzform aufweist, hat durchaus symbolischen Charakter, da für die Umsetzung des Projektes mit dem Speicherteich Viderböden und der Übernahme der Funktion als Dreh- und Angelpunkt der Schneeanlage ldalp sprichwörtlich eine „Herztransplantation“ vom Speichersee ldalp zum Speicherteich Viderböden vorzunehmen ist.

Der Speichersee ldalp wird nach Umsetzung des geplanten Speicherteiches Viderböden zur Tümpellandschaft mit Retentionswirkung teilweise rückgebaut und soll sich optisch an den daneben liegenden Vider Truja Park anpassen.

Eckdaten Speicherteich Viderböden

  • 52.000 m³ Nutzinhalt
  • Der Speicherteich fungiert in Abstimmung mit der Wildbach- und Lawinenverbauung, sowie der Landesgeologie auch als Retentionskörper.
  • Folienabdichtung mit Schutzvlies und Kiesüberdeckung
  • Höhe Dammkrone: 2.325 m
  • Vor- und Hauptpumpstation mit je 400 l/s Wasserleistung
  • Gesamtprojektierung Ingenieurbüro AEP
  • Investitionsvolumen: ca. € 4,5 Mio.

Alle Informationen zu Neuerungen im Skigebiet Ischgl ab Winter 2017/2018 auf: www.ischgl.com


Weiterführende Links für Presse- und Medienvertreter:

  • www.ischgl.com

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