St. Christoph: Spendenübergabe an die Bruderschaft

Der Lecher K.Club konnte der Bruderschaft St. Christoph 1.600 Euro an Spenden übergeben, im Bild von links: Bruderschaftsmeister Adi Werner, Werner Grissemann (K.Club), Schatzmeisterin Gerda Werner und Johannes Pfefferkorn (K.Club). Foto: Elisabeth Zangerl

Das Credo der Bruderschaft St. Christoph ist das Helfen. 1386 von Heinrich Findelkind gegründet, zählt diese Dank des unermüdlichen Einsatzes der Familie Gerda und Adi Werner mittlerweile über 22.000 Mitglieder aus aller Welt. Über 18 Millionen Euro konnten bisher an bedürftige Familien gespendet werden – kürzlich übergaben zwei Betriebe aus der Region – die Firma Neurauter Frisch aus Ötztal-Bahnhof sowie der Lecher K.Club – jeweils eine großzügige Spendensumme an diese karitative Einrichtung.

Die Bruderschaft St. Christoph ist heute ein weltweites Netzwerk der Solidarität: 1964 zähle die Bruderschaft St. Christoph lediglich ein paar Dutzend Mitglieder – vor Kurzem wurde die 22.000-Mitglieder-Marke überschritten. Ein tragisches Ereignis in der Geschichte hat der Bruderschaft Aufschwung hinsichtlich der Mitgliederzahl verliehen: „1977 wurde beschlossen, den 64 Halbwaisen von den bei Tunnelarbeiten verunglückten Arbeitern (18 Bergleute sind dabei ums Leben gekommen) mit einem monatlichen Betrag von tausend Schilling zu helfen, bis diese einen abgeschlossenen Beruf haben – durch dieses Schicksal konnten wie viele neuen Brüder und Schwestern gewinnen“, erklärte der Bruderschaftsmeister Adi Werner im Rahmen der während der Wintersaison wöchentlich am Donnerstag stattfindenden Aufnahmen in die Bruderschaft und: „Mittlerweile werden jährlich zwischen 500 und 600 neue Mitglieder aufgenommen.“ Durch die hohe Mitgliederzahl ist es möglich, schnelle und unbürokratische Hilfe für Menschen in Not zu leisten, Adi Werner führt aus: „Bisher konnten über 18,3 Millionen Euro gespendet werden.“ Gemeinsam mit seiner Frau, Schatzmeisterin Gerda Werner, steckt sich der Bruderschaftsmeister hohe Ziele im Dienste der guten Sache: „Wir möchten die 25.000-Mitglieder-Marke und 25 Millionen Euro Spendensumme noch erreichen.“

Die Firma Neurauter Frisch spendete der Bruderschaft St. Christoph weitere 1.000 Euro, im Bild von links: Bruderschaftsmeister Adi Werner, Klara Neurauter (Firma Neurauter Frisch), Markus Schweiggl (Einkaufsleitung Neurauter Frisch) und Schatzmeisterin Gerda Werner.
Foto: Elisabeth Zangerl

„Wollen Familien entlasten.“ Im Rahmen der Neuaufnahmen am 17. Jänner konnten Bruderschaftsmeister Adi und Schatzmeisterin Gerda Werner gleich zwei großzügige Spenden entgegennehmen. Die Firma Neurauter Frisch übergab eine Spende in Höhe von 1.000 Euro, Klara Neurauter erklärt: „Jedes Jahr spenden wir an eine wechselnde karitative Einrichtung.“ Ein Teil der Spendensumme ist durch eine besondere Idee entstanden: „Die Weihnachtszeit ist allgemein die stressigste Zeit im Jahr, so auch für unsere Mitarbeiter. Daher haben wir uns überlegt, für unsere Mitarbeiter drei Wochen lang mittags zu kochen – die Idee dahinter ist, dass die Familien entlastet werden.“ Am Herd steht übrigens niemand geringerer als Klara Neurauter (Mitglied der Geschäftsführung) selbst, die schmunzelnd erzählt: „Früher, als die Firma noch kleiner war, hat meine Oma immer gekocht für alle Mitarbeiter – ein Audit hat ergeben, das das von den Mitarbeitern als besonders angenehm empfunden wurde.“ So ist die Idee geboren – die Mitarbeiter zahlen 2,50 Euro (oder freiwillig mehr) pro Mittagessen – die Spendensumme wurde von der Firma verdoppelt. Der zweite Teil der Spendensumme stammt von den Kulinarik-Fachtagen in Innsbruck durch eine Kooperation mit der Firma 11er bzw. dem sogenannten „Genussbus“.

„Bruder Werner Gin.“ Eine überaus kreative Idee zu helfen hatten die Inhaber des Lecher K.Club, Johannes Pfefferkorn erklärt: „Wir haben eigens für die Bruderschaft St. Christoph einen Gin kreiert, der den Namen trägt ´Bruder Werner´s Gin´ – 5 Euro pro verkaufter Flasche kommen der Bruderschaft zugute.“ Stolze 1.600 Euro sind allein im ersten Jahr zusammen gekommen und wurden ebenso im Rahmen der Neuaufnahmen am 17. Jänner übergeben. „Dies haben wir aus Überzeugung gegenüber der Bruderschaft gemacht“, erklärt Johannes Pfefferkorn über die Hintergründe zum Spendenengagement und: „Es ist wichtig auf Menschen zu schauen, denen es nicht so gut geht – bei der Bruderschaft weiß man, dass das Geld zu 100 % dort ankommt, wo es gebraucht wird.“ Johannes Pfefferkorn selbst ist natürlich auch „Bruder“, er erzählt schmunzelnd: „Ich bin schon in dritter Generation bei der Bruderschaft, mein Großvater hatte noch eine ´Hunderter-Mitgliedsnummer´ (zur Information: Mittlerweile vergibt die Bruderschaft Mitgliedsnummern jenseits der 22.000).“